Jahrestreffen
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Einmal jährlich werden alle Mitglieder - auch Nichtmitglieder sind hier herzlich willkommen - zu einem Treffen eingeladen, das dem gegenseitigen kennen lernen und Erfahrungsaustausch dient. In diesem Rahmen findet auch die Jahreshauptversammlung statt, bei der Mitglieder Stimmrecht haben.
Jahrestreffen 2010 vom 26.-28. November 2010 in Einbeck
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Informationen in Kürze
Jahrestreffen 2003 in Marburg

Wir lassen für unsere Kinder Luftbalons - an denen kleine
Kärtchen sind, auf den wir die Namen geschrieben haben - in den
Abendhimmel steigen.


Drei der vielen Saarländer JT-Organisatoren/-Helfer:
Ute Wilding, Beatrix Speicher und Monika Koch-Buhl
Wir haben unser diesjähriges Jahrestreffen unter das Motto „Gemeinsam in einem Boot” gestellt. Wir sind ein bunt Zusammengewürfelter Haufen unterschiedlichster Menschen. Und doch haben wir bei aller Verschiedenheit eines gemeinsam:
Wir haben eines oder mehrere unserer Kinder verloren. Wir mussten lernen oder müssen es ein Stück weit noch immer in einem Boot Platz zu nehmen, das alles andere als angenehm ist und mit dem wir die Stufen der Trauer durchfahren.
Es ist ein Boot ohne Motor; das Navigationssystem defekt.
Am Anfang finden wir nicht einmal ein Segel. Ziel- und sinnlos verlieren wir uns in einem Meer von Fragen und am Horizont leuchtet nur ein grelles „Warum?” auf.
Treiben lassen wir uns.
Ohne Willen. Ohne Kurs.
Wellen der Traurigkeit, der Wut, der Angst, der bitteren Enttäuschung ziehen auf und werden zu hohen Wogen der Verzweiflung, die unser Boot umzukippen drohen. Ein Unwetter braut sich zusammen. Ein Sturm von guten Ratschlägen, Blitze der Ignoranz und Donnerschläge von Schlichtungsversuchen.
Das Boot bewegt sich wie in einem Strudel. Es droht unterzugehen.
Wir wollen raus aus diesem unheimlichen Meer der Trauer. Doch je mehr wir uns dagegen wehren, je mehr wir versuchen herauszupaddeln, umso tiefer scheinen wir hinein zu geraten.
Ich denke so hat sich jeder von uns schon gefühlt:
Wie in einem wackligen zerbrechlichen Boot.
Hilflos. Alleine.
Bis wir unser Schicksal angenommen haben und plötzlich erkannten, dass wir nicht alleine in diesem Boot sitzen.
Irgendwie haben wir nach und nach alle jedenfalls die heute Abend hier sitzen gelernt ein Segel zu setzen, sprich unser Leben in die Hand zu nehmen.
Aber wir haben auch gelernt, dass wir nicht immer alles unter Kontrolle haben.
Wir setzen unser Segel wieder ja!
Aber die Windrichtung können wir nicht beeinflussen. Und das Segel, das wir gesetzt haben ist ein völlig neues. Das alte gibt es nicht mehr.
Manche haben vielleicht nie gelernt das Segel neu zu setzen. Noch immer versuchen sie dem Meer der Traurigkeit zu entfliehen.
Aber es will durchquert sein. Nur wer ganz bewusst hindurch fährt und sich auf alles einlässt, was es in sch birgt, dem leuchtet irgendwann das Wort „Hoffnung” am Horizont auf.
Und dann glätten sich die Wogen langsam wieder.
Und irgendwann trifft uns auch wieder ein Sonnenstrahl.
Wir müssen ihn nur erkennen.
In unserer Mitte steht heute ein solches Boot, in dem wir alle sitzen.
Wir haben gelernt, darauf zu leben. Für viele ist es zu einem alltäglichen Lebensort geworden. Das Leben geht weiter und lässt in der Hektik des Alltags das Geschehene mit der Zeit immer mehr in den Hintergrund rücken.
Aber wann immer wir uns ein wenig Zeit gönnen und verträumt über den Rand unseres Bootes schauen, sehen wir sie wieder ganz deutlich,
mit einem Gefühl von Wehmut,
aber auch von tiefem Stolz
und von unendlicher Liebe:
Unsere Kinder, die immer mit uns schwimmen und uns in ihren vielen kleinen Booten das Licht der Erinnerung an sie schenken.
Es kann nun jeder ein Licht für sein Kind anzünden und dem großen Boot damit den Weg erhellen.
Wer möchte, schreibt den Namen seines Kindes auf das Boot.
Unser großes Holzboot wollen wir später noch auf die Reise schicken. Aber es soll nicht ganz ohne Ladung fortziehen. Die kleinen Zettel, kann jeder nutzen, seinem Kind etwas zu schreiben, das ihm auf dem Herzen liegt.
Das kann ein lieber Gruß sein oder etwas, das man seinem Kind noch gern gesagt hätte. Das muss jeder für sich wissen und jeder hat nun während eine leise Musik läuft, Zeit den ein oder anderen Gedanken aufzuschreiben.
Die Briefchen legen wir dann in das Kästchen auf dem Boot und unten an der Saar werden wir es dann schwimmen lassen. Wir werden es loslassen. So, wie wir unsere Kinder loslassen müssen.
„Schwimm los” werden wir sagen.
„Nimm deinen Kurs.
Halten kann ich dich leider nicht.
Schwimm los, nimm deinen Kurs.
Zieh nur, denn ich lass dich jetzt los...”

Boot
Mona Kastel
Gruppe Homburg/Saar
Bericht Jahrestreffen 2002 im Saarland
Am 20.09.2002 war es mal wieder so weit, der Regenbogen rief zum Jahrestreffen 2002, diesmal ging es ins Saarland. Petra Reckmann und ich waren zum dritten Mal dabei. Wir fuhren ab Gütersloh mit dem Zug, auch das gehört dazu, eine Fahrt mit der DB. Wir freuten uns darauf, bekannte Gesichter wieder zu sehen und neue kennen zu lernen, denn manche Leute der Regenbogen-Familie sieht man halt nur einmal im Jahr, eine Sache worauf man sich freut und es ist auch immer wieder schön, neue Regenbogen-Leute kennen zu lernen.
Das Wochenende versprach schon vom Programm her sehr abwechslungsreich zu werden wir wurden nicht enttäuscht. Am Freitag fand zuerst einmal die ordentliche Mitgliederversammlung statt. Es war eine recht lange Sitzung, die aber sehr harmonisch ablief. Ich habe den Eindruck, das wir ein sehr harmonisches Team sind. Wobei wir auch hier immer noch für neue Leute, die Spaß
am Mittun haben offen sind, denn sie würden für Entlastung sorgen.
Nach dem Abendessen fand dann der Kennenlernabend statt. Er war wie alles an diesem Wochenende sehr gut organisiert an dieser Stelle noch mal ein dickes Lob an die Saarländer, besser hättet Ihr es nicht machen können!
Der Freitagabend war dann für uns alle sehr bewegend, wir zündeten für unsere Kinder kleine Teelichter in Papierschiffchen an. Diese kleinen Schiffe wurden um ein großes gestellt, auf dem eine große Kerze brannte. Es wurde eine wunderschöne Geschichte vorgelesen, in der Gedanken vom Regenbogenschiff vorgetragen wurden, mit dem wir uns alle gemeinsam auf großer Fahrt befinden. Dieses Schiff zwingt uns manchmal, einen Kurs zu nehmen, den wir gar nicht wollen, auf dem wir uns aber gegenseitig Halt und Stütze sind. Der Tenor war: wir sind alle gemeinsam auf großer Fahrt.
Auf dem großem Schiff befand sich auch eine Schachtel und wir wurden ermutigt, unseren Kindern einen kurzen Brief zu schreiben was wir uns für sie wünschen oder einfach was wir ihnen gerne gesagt hätten, aber leider nie die Gelegenheit dazu hatten. All diese Briefe wurden dann in die Schachtel auf dem Schiff gelegt.
Anschließend sind wir alle zusammen mit Kerzen in der Hand zur Saar gegangen und Trixi hat das Schiff zu Wasser gelassen. Ganz langsam fuhr das Schiff Richtung Horizont, und jeder von uns schickte ihm seine eigenen Gedanken hinterher. So wurde auf sehr deutliche Weise „loslassen müssen” gezeigt. Danach gingen wir zurück zur Jugendherberge. Der gemeinsame Abend wurde beendet, aber wer wollte, konnte sich wie immer noch treffen; so kam es auch nachher noch zu sehr guten Gesprächen ein wichtiger Punkt bei jedem Jahrestreffen.

Loslassen an der Saar, im Kerzenschein lassen wir unser mit Briefchen
gefülltes Boot in die Unendlichkeit schwimmen
Am Samstagvormittag bestand die Möglichkeit, an einem meditativen Programmpunkt teilzunehmen, oder ihn frei zu gestalten. Beim Mittagessen traf sich die ganze Gruppe wieder. Nachmittags haben einige von uns den Aussichtspunkt an der Saarschleife besucht, dieser Besuch war mit einem wunderbaren kurzen Spaziergang verbunden. Eine gute Gelegenheit, um sich fit zu machen für die nachfolgende Hauptversammlung. In der Hauptversammlung, die auch wieder in angenehmer Atmosphäre stattfand, wurde nochmals klar, dass wir dringend Leute gebrauchen können, die Aufgaben übernehmen.
Später fand dann ein Saarländischer Abend mit Grillen und leckeren Salaten statt. Anschließend kam der Höhepunkt: Moni und ihr Mann gaben uns eine gelungene Kostprobe ihres saarländischen Humors, den sie gekonnt in Lieder gepackt hatten. Wieder flossen reichlich Tränen diesmal allerdings vor Lachen.
So zeigte uns dieses Wochenende wie das Leben nun mal ist: Lachen und Weinen liegen dicht beieinander. Wir haben unser Lachen nicht verlernt und besonders gut lacht es sich mit den Menschen, mit denen man auch weinen kann. Der Abend war wunderschön und auch hier fand sich nachher noch Raum für gute Gespräche unter denen, die es wollten.
Nach recht kurzer Nacht wurde am Sonntag gefrühstückt, und wir versammelten uns noch einmal im Gemeinschaftsraum zu einer Abschlussrunde. Hier hatte jeder die Möglichkeit, von seinen Eindrücken zu berichten und Wünsche zu äußern dann kam der Abschied. Für alle ging es Richtung Heimat. Man war voll von den vielen Eindrücken und irgendwie auch geschlaucht.
Ich würde mich freuen, viele von Euch im nächsten Jahr wieder zu treffen und viele neue Gesichter zu sehen. Ein ganz dickes „Danke” möchte ich aber noch mal den Saarländern aussprechen, Ihr habt das Wochenende bestens vorbereitet.
Es war supergut!
Renate Dreier
D A N K E für ein sehr gelungenes Jahrestreffen 2002 !!!
Es war alles vorhanden
Zeit zum Weinen
und Zeit zum Lachen.
Martina, Cornelia

Sonntag: Gruppenfoto mit einem Teil der JT-Teilnehmer