Präventionsmöglichkeit

 

Zur wichtigsten Frage "Was kann ich tun, um für eine weitere Schwangerschaft gut vorbereitet zu sein" möchten wir einige Hinweise von Betroffenen geben, die aber ausdrücklich keine medizinische Empfehlung darstellen.

Viele Frauen berichten, dass sie mit Vitamingaben, hauptsächlich im Bereich der Vitamingruppe B und Mineralstoffpräparate wie Kalium, Magnesium oder Kalzium sowie
mit Folsäure, natürlich nur auf Verordnung des Arztes, gute Erfolge im Hinblick auf einen guten Verlauf einer neuen Schwangerschaft und der Geburt eines gesunden Kindes erzielt haben. Dazu ist jedoch Folgendes wichtig zu wissen:

Ausdrücklich gewarnt wird vor der Gabe von Vitamin A, auch im Planungsstadium einer
Schwangerschaft. Vitamin-A-Gaben können lt. Bundesärztekammer zu kindlichen
Fehlbildungen führen. Ebenso ist die Anwendung von Vitamin-A-Säure-Derivaten höchst
gefährlich. Wegen des verzögerten Abbaus dieser Substanzen sollte über einen weiteren Zeitraum von 2 Jahren nach Abschluss der Behandlung die Konzeption fortgesetzt werden. Vitamin E steht im Verdacht, ebenfalls Fehlbildungen beim Ungeborenen zu erzeugen. Empfohlen hingegen werde ärztlicherseits die üblichen Vitamin-Kombipräparate (z.B. Natabec, Natabec F), die häufig während der Schwangerschaft verabreicht werden.

Die Gabe von Folsäure kann dem Entstehen von Spaltbildungen (spina bifida u.a.)
entgegen wirken. Sie sollte bereits im Vorstadium der Schwangerschaft, also der
"Planungsphase" verabreicht werden.

Andere Frauen bekamen aufgrund eines entsprechenden Hormonspiegels nach
entsprechender Indikation ihres Arztes Gelbkörperhormonspritzen
(Gestagen/Östrogen) zur Unterstützung der Schwangerschaft. Auch haben Frauen
berichtet, dass sie durch die Einnahme von bestimmten vom Arzt oder der Hebamme
empfohlenen homöopathischen Mitteln das Gefühl hatten, die Schwangerschaft
gestützt zu haben.

Sollten Sie in Ihrer letzten Schwangerschaft an einer Gestose bzw. dem HELLP-Syndrom erkrankt gewesen sein, ist eine vollwertige und ausgewogene Ernährung mit eiweißreicher, aber keineswegs salzarmer Kost richtig, die das Auftreten einer weiteren Gestose in vielen Fällen verhindern oder mindern kann. Informieren Sie sich über Ihren Arzt oder bei entsprechenden Organisationen (Links).

Ganz besonders möchten wir aber auch noch einmal auf Untersuchungen über
Schwermetallverbindungen der Uni Heidelberg hinweisen. Da die Anfragen von Frauen,
die zwei und mehr Fehlgeburten erleben und deren Ursachenklärung in vielen Fällen im
Dunkeln bleibt, in unserer Hauptgeschäftsstelle und der Adressenvermittlung zunehmen,
andererseits aber immer detaillierter Informationen über Umweltgifte bekannt werden
(die nachweislich einen Einfluss auf Fehlgeburten und Missbildungen haben), meinen wir,
dass sich das Forschen in dieser Richtung auf jeden Fall lohnt. Ergibt sich kein
erkennbares Resultat, hat man diesen Bereich wenigstens abgeklärt. Inwieweit die
Krankenkasse die Kosten für diese Untersuchungen übernehmen, entzieht sich leider
unserer Kenntnis.


(Quelle: “Nur eine Fehlgeburt”, erschienen bei Initiative REGENBOGEN “Glücklose Schwangerschaft” e.V., zu beziehen über den Broschürenversand. Hierin finden Sie auch weitere interessante Informationen.)

      

       

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